Wenn Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind: Wie ein winziges 4-mm-Bauteil per CAD nachkonstruiert und per 3D-Druck gefertigt die Zugkraft der Lok vollständig wiederherstellt.
Bei dieser Roco Diesellokomotive V100 zeigte sich ein Problem, das sich vor allem unter Last bemerkbar machte: Die Lok fuhr grundsätzlich noch, verlor jedoch insbesondere an Steigungen deutlich an Zugkraft.
Solche Symptome deuten häufig auf Probleme in der Kraftübertragung zwischen Motor und Antriebswellen hin.
Nach Zerlegung des Antriebs zeigte sich ein typisches Fehlerbild bei älteren Roco Modellen: Der Kunststoff-Mitnehmer an der Getriebeschnecke war geplatzt.
Dadurch konnte die Motorleistung nicht mehr zuverlässig auf die Antriebswelle übertragen werden. Das Bauteil rutschte unter Last durch, wodurch die Lok ihre Zugkraft verlor. Ein kurzfristig lieferbares Originalersatzteil stand für dieses Modell nicht zur Verfügung.
Kleines Bauteil, große Wirkung: Rund 4 mm Kunststoff entscheiden hier über die gesamte Zugkraft der Lok.
Um eine schnelle, wirtschaftliche Reparatur zu ermöglichen, wurde der rund 4 mm große Mitnehmer zunächst digital vermessen und anschließend per CAD exakt nachkonstruiert.
Auf Basis dieser Daten erfolgte die präzise Nachfertigung per 3D-Druck. Dank eines hochwertigen Druckers mit spezieller Ausstattung ist JK-Lokservice in der Lage, kleinste Teile in originaler Stabilität zu fertigen.
Nach erfolgreicher Fertigung wurde das defekte Bauteil ersetzt und das Getriebe wieder vollständig montiert sowie auf einwandfreie Funktion geprüft.
Digitale Erfassung des defekten Bauteils mit Präzisionsmesstechnik.
Exakte Nachkonstruktion am CAD auf Basis der Messdaten.
Präziser 3D-Druck in originaler Stabilität – auch für kleinste Teile.
// Fertigungsschritte: vom digitalen Modell zum gedruckten Mitnehmer
Nach Abschluss der Arbeiten verfügt die Lok wieder über ihre ursprüngliche Zugkraft und arbeitet nun zuverlässig – auch bei Fahrten unter Last auf Steigungsstrecken.
Beschädigte Kunststoff-Mitnehmer oder Kupplungselemente im Antriebsstrang können zu Leistungsverlust führen, obwohl Motor und Getriebe grundsätzlich noch funktionieren.
Durch gezielte Nachfertigung kleiner Ersatzteile lassen sich solche Modelle oft wirtschaftlich instand setzen und langfristig weiter betreiben – auch wenn der Hersteller das Ersatzteil nicht mehr produziert.
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