Ein Liebhaberprojekt der besonderen Art: Zimo MN450 Sound-Decoder, ESU-Permanentmagnet, Pufferspeicher in beiden Fahrzeugteilen und selbst konstruierte 3D-Druckhalter für die Beleuchtung.
Der Kunde brachte eine Märklin Schienenbusgarnitur vom Typ VT 9 Extra zu mir – von ihm selbst umlackiert, damit sie optisch zu einem VT 95 passt, der früher tatsächlich in seiner Region fuhr. Ein Modell also, das ihm persönlich etwas bedeutet.
Der Auftrag war entsprechend klar: Es soll richtig gut werden. Keine Kompromisse bei den Komponenten, sauber ausgeführt, und das Ergebnis soll viele Jahre halten.
// Triebwagen – Decoder, Lautsprecher und Pufferspeicher bereits verbaut, Verkabelung in den letzten Zügen
Bevor ich irgendetwas einbaue, schaue ich mir den mechanischen Zustand an. Beim VT 95 war das Bild eindeutig: An beiden Fahrgestellen hatte sich über die Jahre einiges angesammelt – Schmutz, verharztes Öl, beeinträchtigte Kontaktstellen. Die Motoren zeigten ebenfalls Gebrauchsspuren.
Das wird zuerst behoben. Ein guter Decoder bringt wenig, wenn der Antrieb darunter nicht stimmt.
Die Arbeit gliederte sich in mehrere Bereiche: Reinigung und Wartung beider Fahrgestelle, Motorumbau mit ESU-Permanentmagnet, Decoder-Einbau mit Pufferspeicher im Triebwagen, Funktionsdecoder mit Pufferspeicher im Beiwagen – und die komplette LED-Beleuchtung in beiden Fahrzeugteilen.
Der Scheibenläufermotor wurde mit einem ESU-Permanentmagneten umgebaut. Dieser ersetzt den Originalmagneten und verändert das Fahrverhalten deutlich – vor allem in Kombination mit dem Zimo MN450. Das Ergebnis, besonders in der Langsamfahrt, ist wirklich beeindruckend. Die Fahreigenschaften kommen an einen modernen Märklin Hochleistungsantrieb heran, ohne dass man einen einbauen muss.
Im Beiwagen sitzt ein Zimo MX671 Funktionsdecoder. Damit lassen sich alle Beleuchtungsfunktionen dort separat schalten, ohne dass eine stromführende Kupplung zwischen den Fahrzeugteilen nötig ist. Das ist die sauberere Lösung und im Alltag deutlich wartungsärmer.
Über eine Verbundadresse im DCC-Protokoll können Triebwagen (Zimo MN450) und Beiwagen (Zimo MX671) gemeinsam als Einheit gesteuert werden – bei Bedarf aber auch vollständig getrennt. Natürlich wurden beide Decoder vor der Auslieferung auf den neuesten Softwarestand gebracht.
Beide Fahrzeugteile bekamen einen Pufferspeicher. Kleine Kontaktschwächen auf dem Gleis – bei einem älteren Modell kaum vermeidbar – werden damit zuverlässig überbrückt. Weder LEDs noch Sound setzen aus.
Trieb- und Beiwagen erhielten fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung vorne und hinten in Rot/Weiß mit Dipol-LEDs sowie eine Innenbeleuchtung. Da der VT 95 keine passenden Halterungen für moderne LEDs mitbringt, habe ich eigene 3D-Druckteile konstruiert und gedruckt. So sitzt alles sauber und ohne Behelfslösungen.
// Gehäuse von innen – Innenbeleuchtung mit passenden Widerständen eingebaut, Trieb- und Beiwagen
Zerlegung, Ultraschallreinigung der Fahrgestelle, Kollektoren gereinigt und poliert, alle Lager neu geschmiert.
ESU-Permanentmagnet eingebaut, Zimo MN450 im Triebwagen und Funktionsdecoder im Beiwagen, jeweils mit Pufferspeicher. Komplette Neuverdrahtung der Beleuchtungskreise.
3D-Druckhalter montiert, Dipol-LEDs und Innenbeleuchtung eingebaut. Decoder programmiert, Probefahrten, Feinabstimmung.
// Fertig digitalisierter VT 95 mit fahrtrichtungsabhängiger LED-Beleuchtung und Innenbeleuchtung
Der Schienenbus fährt ruhig und sicher, auch im Schritttempo. Der Sound des Zimo MN450 ist über den LS12X16-Lautsprecher richtig gut – mit deutlich wahrnehmbarem Tieftonanteil, den man bei so einem kleinen Lautsprecher nicht unbedingt erwartet. Die Beleuchtung schaltet sauber, flackert nicht, und sitzt optisch tadellos.
Bei älteren Märklin-Modellen mit Scheibenläufermotor denkt man für bessere Fahreigenschaften schnell an den teuren Tausch gegen einen Hochleistungsantrieb. Der Umbau mit einem ESU-Permanentmagneten ist oft die klügere Wahl – günstiger, und in der Praxis kaum schlechter.
Schreiben Sie mir kurz, worum es geht – ich melde mich so schnell wie möglich persönlich bei Ihnen.
Ich melde mich persönlich – meist innerhalb weniger Stunden.